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Warum es manchmal so schwer ist, wirklich zuzuhören ...

Als Tierbesitzerin und Tierkommunikatorin kenne ich das „Problem“, dass Tierbesitzer das was ihre Tiere zu sagen haben, nicht so ganz hören wollen. Vor allem dann, wenn wir Angst davor haben, was wir zu hören bekommen. Ich nehme mich selbst da gar nicht raus ;-)

 

Die Steigerung in meinem Leben ist die Kommunikation mit meinem Sohn. Was da alles in mir mobil macht, ist wirklich unglaublich.

Wenn ich sein Verhalten hinterfrage, dann könnte doch herauskommen, dass ich etwas falsch mache, dass ich keine gute Mutter bin, dass er nicht mit mir zufrieden ist. Da tummeln sich Gefühle wie Angst, Zweifel, schlechtes Gewissen und viele Gedanken kreisen in meinem Kopf.

 

Ich drücke mich davor und suche mir viele Beschäftigungen, um nicht zuhören zu müssen. Was passiert. Das Verhalten meines Sohnes beginnt mich zu belasten, immer mehr, die Gedankenkreise werden mehr, der Kopf beginnt sich zu drehen.

 

Dann kommt die Entscheidung: ich will es wissen, ich will das es aufhört, ich will wieder zur Ruhe kommen und es ist mir egal, was ich „an den Kopf geschmissen“ bekomme, wenn es nur wieder ruhiger wird in mir.

 

Ich setze mich hin und beginne dann meist, so wie jetzt einfach zu tippen. Denn ich tippe sehr schnell und nehme meinem Kopf so die Möglichkeit die Flucht zu ergreifen und Umwege zu nehmen. Das schreiben hilft mir zusätzlich, denn die Handchakren sind direkt mit dem Herzchakra verbunden und so fließt sehr viel direkt aufs Papier und viele Erkenntnisse kommen dabei an die Oberfläche.

 

Bin ich dann bereit zuzuHÖREN – ohne mich rausreden bzw. rausdenken zu wollen – dann passiert oft gar nix Schlimmes, es werden nur Dinge aufgezeigt, die mir noch nicht so bewusst waren. So wie heute:

 

Liebe Mami,

du bist großartig. Immer bemüht alles unter einen Hut zu bekommen. Du suchst stets danach, den ruhigen Pol in unserem zu Hause zu bilden. Gelingt dir das mal nicht, fühlst du dich unvollkommen und fehlerhaft. Du suchst stets nach deinen Themen, deinen Hintergründen, dem was in dir noch zu heilen ist. Aber nicht immer hat das was im Außen passiert, etwas damit zu tun, dass du etwas im Außen falsch machst. Es hat ganz oft damit zu tun, dass du nicht siehst, wie gut und richtig du handelst. Es hat damit zu tun, dass du nicht zweifeln sollst an dir, an deinem Sein und Tun. Es hat damit zu tun, dass du dir selbst vertrauen darfst, dass du mich als Zentrum deines Lebens ansiehst. Das ist gut. Du darfst aber auch dich selbst in dieses Zentrum stellen. Du sollst auch selbst deinen Weg gehen können, dich nicht immer hinten anstellen, sondern mutigen Herzens dem Ruf in dir folgen. Mir geht es gut, wenn es dir gut geht! Ich liebe dich!

 

 

Gibt es auch etwas, das dich an dir als Mutter zweifeln lässt?

Würdest du gerne Klarheit in die Hintergründe bringen?

 

Ich helfe dir gerne: DEIN BABY, DU & ICH

 

Herzensgrüße,

Sonja

Tiere, Tod und Trauer

Der August ist seit Jahren ein Monat in dem *Trauer* ein große Rolle für mich spielt. Im August 2007 ging mein 1. großer Pferde-Lehrmeister Daddy, im August 2012 mein 2. großer Pferde-Lehrmeister Chico.

Weil ich grade erlebe, dass sich viele Tiere verabschieden und die große Trauer, die sich heute bei mir breit macht, möchte ich als Anlass nehmen. Ich möchte euch von meinem ganz persönlichen Zugang zu dem bewegenden Abschieden von meinen Tieren erzählen, davon wieviel leichter es mir die Tierkommunikation auch heute noch macht, weil ich mit beiden noch immer in Kontakt sein kann, weil sie so noch immer an meiner Seite sind und weil sie manchmal über den Tod hinaus für uns da sind.

 

Mein heißgeliebtes 1. Pferd, mein Schimmel Daddy, kam mit 20 zu mir, erst als Mitreitpferd und von meinem ersten Gehalt, kaufte ich dieses total irre Pferd. Total irre deswegen, weil er meine Autorität täglich in Frage stellte. Er war selbstbewusst, extrovertiert, kontaktfreudig, neugierig und hatte immer Spaß am Leben (oft auf meine Kosten). Er lehrte mich, was es heißt *Führer* zu sein, was es braucht, um aus dem tiefsten Inneren heraus jene Qualitäten zu entwickeln, die ein Pferd braucht um dir sein Vertrauen zu schenken. Wir haben wirklich wilde Zeiten erlebt. Mein Umfeld zweifelte mitunter an meiner geistigen Zurechnungsfähigkeit, aber wir gingen unseren Weg.

 

Chico kam 2006 zu uns. Er war das komplette Gegenteil. Wenig Selbstvertrauen, schüchtern, zurückhaltend und sehr in sich gekehrt. Mit ihm erlebte ich, was es heißt *sich zu berühren, ohne sich zu berühren*. Wieviel Liebe fließen kann, ohne direkten Kontakt zu haben. Er hatte es ganz darauf abgesehen, dass ich lernte aus meinem Inneren heraus zu agieren oder besser gesagt nicht-agieren. Er gab meinem Sein eine ganz neue Tiefe, eine Tiefe, die nicht auf Reaktion im Außen angewiesen ist, denn die Reaktion im Außen wurde ihm bereits auf der Rennbahn aberzogen. Sein wahres Potential erkannte nur, wer sich ihm öffnete und ihm den Raum gab, sich zu zeigen, durch sein Sein und wer mit anderen Sinnen als den Augen hinschaute. Er ging auf seine Art mit mir durch dick und dünn, still und trotzdem voll Energie.

 

Die Tage an denen mich diese beiden Pferde ihre irdische Hülle verließen, werden immer in meinem Herzen sein, nicht als Tage der Trauer, sondern als Tage des Friedens, denn genau das war der Moment als sie starben - Zeitpunkte des absoluten Friedens.

Daddy hatte ein lustiges, erfülltes Leben. Er war fast 30 als er schwere Hufrehe bekam. Die ganze Familie kümmerte sich tagelang um ihn, es war damals ähnlich heiß, wie diesen Sommer. Als der Zeitpunkt gekommen war, schaute er mir in die Augen und gab mir zu verstehen: es ist soweit. Ich verständigte den Tierarzt. Daddy schlief friedlich, seinen Kopf auf meinem Schoß gebettet, ein.

Chico hatte sich für sein Lebensende einen schweren Kampf ausgesucht. Ein Tumor ließ ihn immer schwächer werden. Er war in der Klinik, ich wusste der Abschied naht. Aber Chico wünschte sich zu Hause zu sterben, zu dem Zeitpunkt, den er für richtig hielt. Also holte ich das Pferd nach Hause, in seine Herde. Dort verbrachte er noch zwei Wochen im Kreis seiner Mädels. Er hatte Gelegenheit sich zurückzuziehen, wenn er das wollte. Es war einfach faszinierend zu beobachten, wie Cindy und die beiden Eseldamen für ihn da waren, wenn er wollte und ihn auch einfach in Ruhe ließen, wenn er Ruhe wollte. Auch er schlief friedlich im Kreis seiner Liebsten ein.

 

Warum erzähle ich das? Ich glaube es wird viel zu viel rund um das Thema Abschied und Trauer geschwiegen.

Es ist ein Thema mit dem ich mich ab dem Zeitpunkt als Daddy in mein Leben kam, auseinandersetzte. Das heißt nicht, dass ich täglich an sein Ende dachte. Es heißt nur, dass ich ihm damals das Versprechen gab: ich gehe den Weg gemeinsam mit dir, bis zum Ende.

Mit der Entscheidung einem Tier ein zu Hause zu geben, übernehme ich die Verantwortung für sein Leben, aber auch für sein Sterben. Jeder Abschied, jeder Trauerprozess ist unterschiedlich. Der Tod eines geliebten Tieres hinterlässt eine Lücke in unserem Leben. Eine Lücke, die immer da sein wird. Keines meiner Pferde kann durch irgendetwas oder irgendjemanden ersetzt werden. Der Tod ist ein Prozess und auch die darauf folgende Trauer. Ich vermisse diese beiden großen Pferde oft. An manchen Tagen – so wie heute – ist es als stünden die beiden noch bei meinen Mädels auf der Koppel. Dann dürfen sie Jahre nach dem Verlassen ihrer irdischen Hüllen noch zu Wort kommen. Und ich bin jedes Mal wieder zu Tränen gerührt, was sie mir zu sagen haben und wieviel Liebe zwischen uns fließt. Gerade jetzt während ich das hier schreibe und auch beim wieder lesen, fließen meine Tränen.

 

Tränen sind die Perlen deiner Seele. (Daniela Hutter)

 

Daddy:

Dein Potential wachsen zu sehen war eine große Ehre für mich. Den Anteil, den ich an deiner Entwicklung immer haben werde, ist für mich unschätzbar. Ich wählte ein Leben an deiner Seite, weil ich dieses Potential erkannte. Ich wählte dich, weil ich weiß, wie groß dein Licht ist, wie hell es leuchtet. Ich nahm dein inneres Kind in meine Obhut. Ich wusste, dass es für deine Entwicklung wichtig ist, dass dieses Kind, unverletzt bei mir bleibt, bis du selbst die Kraft hast, dass es zurück zu dir kann. Dieses unverletzte Kind, das du stets immer bei mir gesehen hast, hat dich immer wieder erinnert, wo dein Weg hinführt. Es hat dir immer wieder gezeigt, wenn du bei mir warst, dass es nur einen Weg für dein Herz gibt. Es war mir eine große Ehre, dieses Kind für dich zu hüten. Und es freut mich heute, dass du nun in deiner ganzen Kraft bist um für dieses Kind Sicherheit zu bieten. Denn dieses Kind ist der Kern deiner Berufung. Dieses magische Kind, das sein volles Potential kennt und es leben will. Es darf hier und heute aus der Linie deiner Pferde zurück zu dir.

 

Chico:

Ich habe dein magisches Kind von Daddy übernommen. In unserer gemeinsamen Zeit führte ich dich weg von deinem Inneren, damit du wieder ganz von selbst den Weg zurückgehst. Damit du den Unterschied erkennst zwischen „ich bin in meiner Kraft“ und „ich bin nicht in meiner Kraft“. Ich lehrte dich Verantwortung abzugeben und sie wieder zu übernehmen. Ich lehrte dich loszulassen und durchzuhalten. Ich lehrte dich, dass Ruhe und Stille wichtig sind, dass Ausdauer und Geduld wichtig sind. Und ich lehrte dich, wann es heißt, Abschied zu nehmen. Niemand außer dir selbst kann deinen Weg gehen. Niemand ist wie du. Niemandes Arbeit gleicht deiner Arbeit. Dein Licht ist leuchtend, strahlend und hell. Die Quelle deiner Kraft ist tief in dir und unendlich. Heute ist der Tag, ein Tag der für dich mit tiefer Trauer begonnen hat, der Tag an dem du wusstest, du musst von etwas Abschied nehmen, obwohl du nicht wusstest wovon. Heute ist der Tag an dem die Linie deiner Pferde dir dein magisches Kind wieder in deine Obhut übergeben. Du darfst Abschied nehmen, von einer Zeit, in der du die Leere in dir gespürt hast, sie jedoch nicht greifbar war für dich. Abschied von einer Zeit des „unerfüllt“ seins.

 

Mehr zum Thema findest du hier

 

Rücksichtnahme ODER Durchsetzungskraft?

Der Aufruf von Ilse Maria Lechner () zur Blogparade *Rücksichtnahme* brachte mich erst mal dazu die Definition im Duden nachzuschlagen: Verhalten, das die besonderen Gefühle, Interessen, Bedürfnisse, die besondere Situation anderer berücksichtigt, feinfühlig beachtet

 

Ist es nicht ganz toll, wenn dein Partner, wenn du mal nicht so gut drauf bist, vielleicht herummotzt, auch mal ein wenig angriffslustig bist oder einen Fehler machst, dich einfach in den Arm nimmt.

Ist es nicht ganz toll, wenn du dich von anderen ungerechtfertigt angegriffen fühlst, mal durchzuatmen und nachzuspüren, hat das jetzt wirklich was mit mir zu tun gehabt, was mich da auf die Palme bringt. Und dann erkennst, nein, eigentlich hat er ja nur ganz normal gesagt, was Sache ist.

Ist es nicht ganz toll, wenn alles schief zu laufen scheint, dir nichts gelingen will und der andere sagt: „Ach komm, lass gut sein. Gehen wir auf ein Bier!“

Ist es nicht ganz toll, wenn du müde bist und einen harten Tag hattest und jemand zu dir sagt: „Ich mach das für dich.“

Aber Rücksichtnahme ist nicht nur das.

 

Spannend, wenn wir mal das Wort alleine betrachten Rück*Sicht*Nahme

Da schwingen schon ein paar alte Muster mit bei mir, wie *mich selbst zurücknehmen*. Doch gibt es Situationen im Leben, wo es für mich einfach selbstverständlich ist, mich zurückzunehmen, anderen zu dienen. Vielleicht ist es einfach der *negative* Beigeschmack, der da weg muss, denn Rücksichtnahme ist ganz toll.

Sie ist für mich ein Zeichen dafür, dass nicht alles, was beim anderen passiert, mit mir zu tun hat, dass ich mich selbst zurücknehme, indem ich Rücksicht nehme, weil es eben grade einfach sein besonderes Gefühl, seine besondere Situation, sein Bedürfnis, sein Interesse ist. Heißt das, dass mein besonderes Gefühl hinten an steht? Nein, das heißt es für mich ganz und gar nicht. Ich achte die Gefühle von anderen, sie sind immer gleich viel wert wie meine eigenen.

Rücksichtnahme heißt für mich auch ganz und gar nicht, dass ich mich um das besondere Gefühl, Bedürfnis, Interesse des anderen kümmern muss. Steht ja auch nicht in der Definition. Sondern nur, dass ich es beachte. Ich bin mir wenn ich mich durchsetze darüber im klaren, dass ich vielleicht dadurch die Gefühle des anderen verletzte, dass heißt dennoch, dass ich sie beachte.

 

Ich achte meine besonderen Gefühle, Bedürfnisse, Interessen und Situationen. Ich achte die von anderen. Der Unterschied ist, für meine bin ich zuständig.

 

 

Ein paar Fragen möchte ich gerne als Abschluss einfach mal in den Raum stellen:

Wie reagierst du auf die Rücksichtnahme von anderen?

Wie fühlst du dich, wenn jemand deine besonderen Gefühle wahr nimmt?

Was macht es mit dir, wenn jemand sagt: Du bist müde, lass das doch heute einfach so wie es ist?

Wie geht es dir dabei vielleicht sogar ein Angebot zur Hilfe zu bekommen?

Wie lobe ich mein Pferd richtig?

Ein Artikel in der Pferderevue brachte mich zum Nachdenken über dieses Thema. Da gibt es ja immer wieder heiße Diskussionen zu diesem Thema. Da gibt es die Widerristkrauler, die Streichler, die Abklopfer, die Clicker, und noch viele andere.

Wenn mich was zum Nachdenken anregt, dann gehe ich sehr gerne in die Selbstbeobachtung und ich stellte fest, dass ich sehr viele verschiedene Arten des Lobes für mein Pferd habe.

Meine Stute wird abgeklopft, wenn wir eine neue mental und körperlich anstrengende Lektion beenden. Warum? Weil es für sie und mich dass Zeichen ist die Spannung loszulassen. Neue Dinge oder auch sehr anstrengende Lektionen erfordern immer mehr Aufmerksamkeit, daher ist da einfach mehr Anspannung da. Das Abklopfen erzeugt eine Energie, die tatsächlich entspannend wirkt. Klopf dir mal selbst 15 Sekunden auf einen verspannten Muskel, dann wirst du erkennen, welche Wohltat das Abklopfen sein kann. Sehr spannend ist das ganze z.B. nach einem Bewerb, da ist dann oft viel Spannung beim Reiter da, die sich auch auf das Pferd überträgt. Da kann so ein Abklopfer beim Reiter auch schon ganz lösend wirken ;-)

Meine Stute wird gestreichelt und gekrault, wenn ich in den Offenstall komme. Das ist unser Begrüßungsritual, wenn ich komme oder auch einfach mal zwischendurch. Den Hals entlang streichen, kurzes Kratzi-Kratzi am Widerrist und weiterstreichen bis hinten.

Meine Stute wird auch einfach mal nur mit Worten gelobt: "gut gemacht meine Hübsche", "fein bist du", "super" oder auch ein freudiges "ja" zwischendurch.

Beim Gespannfahren gibts lobende Worte und mal ein Popschi-Kratzi mit der Peitsche als Lob. Da wäre das Klopfen nicht so sinnvoll bzw. würde sie wohl berechtigterweise falsch interpretieren ;-)

Manchmal gibt es auch Leckerlis, wie getrocknete Hagebutten oder Walnüsse.

Diese Vorgangsweise ist sehr individuell "erarbeitet" nach den Bedürfnissen und Vorlieben von meinem Pferd und mir.

 

Gesamtergebnis meiner eigenen "Studie": Lob hat eine eigene Energie - eben eine lobende! Es ist nicht jedes Pferd gleich und nicht jede Situation erfordert die gleiche Form von Lob.

Mein Tipp: probier mal aus, was dir und deinem Pferd zu welchem Zeitpunkt gefällt. Beobachte dich mal selbst, vielleicht gehts dir ja wie mir und du hast auch verschiedene Arten zu Loben ;-)

Yin & Yang auf Augenhöhe

 

Ich hab die Blogparade von Chaos² bei Ilse im Entfaltungsparadies entdeckt. Und es ist als verheiratete Mutter ein Thema das ich gut kenne. Nicht nur von mir selbst, auch in meinem Beruf ist es mir nicht fremdes *Projekt* mit dem sich viele beschäftigen.

Und so hier mein Beitrag - aus meiner Sicht als Energetikerin, Frau, Ehefrau, Tochter und Mutter.

Das Yin und Yang beheimatet verschiedene Aspekte, die sich scheinbar gegenüber stehen. So steht das Yin für den Mond, die Tiefe, die Dunkelheit, das Annehmen, die Hingabe, das Behüten, die Wahrung des Raumes und vieles mehr. Das Yang symbolisiert die Sonne, die Aktivität, das Licht, das Geben, das Beschützen und vieles mehr.

Ich sehe Ying & Yang als Ergänzung, als zwei Aspekte eines Ganzen. Jeder Mensch beheimatet beide dieser Aspekte.

Die Geschichte hat das Yin unterdrückt, das Weibliche als schlecht und unterdrückenswert bewertet. Warum - egal. Wichtig ist, dass uns bewusst wird, das es an der Zeit ist die Konsequenzen daraus zu erkennen und uns neu auszurichten. Frauen wurde erklärt, dass ihr "weiblich sein" und auch ihre besondere Eigenschaft "Gefühle wahrzunehmen" nicht richtig sind. Sie bemühten sich immer mehr ihre männliche Seite in den Vordergrund zu stellen - das Yang. So wurde das Yin unterdrückt und verletzt. Jetzt könnten wir sagen "die bösen Männer" - doch genau das würde das umgekehrte hervorbringen. Denn es würde sagen, dass das Männliche schlecht sei.

Ich danke dem Leben dafür, mich zu Susanne Hühn zu führen, die mich mit "echte Männlichkeit verletzt nicht, nur die Abwesenheit von echter Männlichkeit verletzt" sehr zum Nachdenken brachte. Denn ist es nicht so, dass Frauen seit langer Zeit versuchen die Männer so zu machen, wie sie sie gerne hätten. Doch auch das ist genauso wenig möglich, wie Frauen zu Männer zu machen.

Geht es nicht viel mehr darum und auf selber Augenhöhe zu begegnen und anzuerkennen, dass Männer männlich sind und Frauen weiblich, das wir alle unsere ganz besonderen individuellen Eigenschaften haben, die es gilt zu nützen, damit wir uns ergänzen können!

Ist es anstelle zu diskutieren, was Frauen machen dürfen/können/sollen und was Männer dürfen/können/sollen, nicht viel sinnvoller zu erkennen, dass wir nicht nur uns selbst verbiegen, um in Rollenbilder zu passen, die aus Muster, Prägungen und Glaubenssätzen unserer Kindheit und der Gesellschaft entstammen, sondern auch unsere Partner in Schemen pressen wollen.

Wir sollten alle möglicherweise lernen, was wir selbst können, wertzuschätzen was wir selbst tun und wie wir es tun, wo unsere Qualitäten liegen, woher unsere Verletzungen kommen und warum nicht unser Partner "Schuld" ist. Vergessen wir doch mal "was wir gelernt haben" und trauen wir uns unsere Gefühle auszudrücken. Zu sagen: "das verletzt mich" und geben damit unserem Partner die Chance zu erklären, wie er sich fühlt. Zeigen wir Frauen Schwäche und haben wir Mut verletzlich zu sein, damit unsere Männer uns beschützen können!

 

2017  Sonja Schmidt-Liebert   globbers joomla templates