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Mein (hochsensibles) inneres Kind

Es gibt Tage, da merke ich, dass mein Nervenkostüm dünner ist, als an anderen Tage. Es gibt Tage, da fühle ich mich überfordert und irgendwie ist es auch so, als ob dauernd jemand etwas von mir will. Ich hab an diesen Tagen dann oft das Gefühl, dass ALLE nur etwas von mir wollen, dass ich alleine dastehe. Niemand versteht mich, niemand sieht mich und helfen tut mir sowieso auch niemand.

Merkst du es schon beim Lesen, das klingt ganz schön "angepisst"...

Ist es auch. Ein Teil von mir ist dann auf "Krawall gebürstet". Und wenn dann noch keiner da ist für den Krawall, dann setz ich mich hin und bin ein wenig (bis ganz schön viel) beleidigt, weil es nicht so ist, wie ich das haben will.

Du merkst schon beim Lesen, dass das nicht sehr erwachsen und handlungsfähig klingt. Ist es auch nicht. Denn sonst würde es sich ja auch nicht Ärger suchen oder trotzig sitzen. Mein inneres Kind macht auf sich aufmerksam. Dieser Anteil von mir - ICH als Kind, die oft in seiner Hochsensibilität verkannt wurde - kann ganz schön tatkräftig zur Sache schreiten und mit meinem ganzen Umfeld inkl. meinen Mann, meinen Sohn und auch mit meinen Tieren aneinandergeraten, wenn ich nicht darauf aufpasse, mich nicht oder zu wenig kümmere. Auch wenn ich mein inneres Kind mit Oberflächlichkeit abspeisen will, z.B. in Form von Essen, Süßigkeiten, Fernsehen, Spiel, fühlt es sich zu Recht eben abgespeist.

Es schaukelt sich auf (und eskaliert dann auch wegen Kleinigkeiten) bis ich mich kümmere. Wie schaut mein "mich kümmern" dann aus. Ich setze mich hin und frage mein inneres Kind, was es braucht, worum es geht, was ihm fehlt. Manchmal sitze ich auch einfach nur 10 Minuten da mit der Nase an meinem Wildorange-Flascherl, weil ich weiß, dass mein inneres Kind das liebt.

Und während ich da so sitze und am Flascherl schnüffle, kommen mir die Tränen, spüre ich die Traurigkeit. Alles was in mir ist, weil ich mich selbst oft nicht so wahrnehme, wie ich wirklich bin. Weil ich mich selbst in ein Schema zu pressen versuche und mich anpassen will, um zu gefallen, um "normal" zu sein. Jeder kann es nennen, wie es will - ich nenne es mein inneres Kind. Es weint, weil es sich vollkommen zurecht von mir nicht gesehen und verstanden fühlt. Fühle ich mich jetzt schuldig, nein. Ich hab es ja nicht böse gemeint und vor allem bin ich JETZT da und kümmere mich. Ich nehme mein inneres Kind, mich selbst, in den Arm und tröste mich, bin für mich da. Ich sehe meinen Schmerz und erkennen ihn an. Ich rede ihn nicht schön oder versuche ihn zu verleugnen. Nein. Er ist da! Und ich merke wie ich mich langsam besser fühle, wie ich mich wieder in und bei mir selbst geborgen fühle.

 

Die Energiearbeit mit dem inneren Kind ist mir eines der wertvollsten Werkzeuge geworden - egal ob bei mir selbst, in meiner Familie, mit meinen Tieren oder auch mit meinen zwei- und vierbeinigen Klienten. Es ist nur schwer in Worten auszudrücken, was diese Arbeit bewirken kann. Ich selbst hab es auch erst wirklich "verstanden" - als ich es das erste Mal gefühlt habe, wie ich mir selbst helfen kann. Unkompliziert und meistens auch schnell. Wie ich vermeiden kann, dass mein inneres Kind randaliert und/oder andere tyrannisiert, manipuliert und mein Leben schwer macht.

 

Du willst dein inneres Kind kennenlernen:

Workshop - Ätherische Öle für das innere Kind - 21. Oktober 2016, 19 Uhr, RIZ Hollabrunn

Online-Workshop - Das innere Kind und wie es das Mutter-Sein beeinflusst - 24. Oktober 2016

Online-Workshop - Das hochsensible innere Kind - 9. November 2016

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