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Krafttier Spinne, Spinnennetze - und was sie mit dem weiblichen Feld der Liebe zu tun haben

 

Spinnennetze sind seit jeher etwas, das mich total fasziniert. Sie begegnen mir auch täglich.

Am Wochenende war ich wieder mal von so einem Spinnennetz fasziniert, habe es betrachtet und versank während meiner Arbeit auf der Koppel mit meinen Tieren in dieser Verbindung zur Spinne:
So ein Spinnennetz ist doch etwas sehr filigranes?
„Findest du?“, nehme ich da plötzlich die Spinne wahr, „Also ich kann gut darin herum laufen und meine Nahrung hält sich auch gut darin.“
Stimmt, denke ich so bei mir.
„Und außerdem ist es hochflexibel, hält dem Wind stand und ich kann es reparieren, wenn da ein Loch ist. Und wenn es mal kaputt geht oder schon ganz verstaubt ist, dann mache ich mir ein Neues.“
Aber ist das nicht mühsam - frage ich mich mehr selbst, als die Spinne – dieses immer wieder von vorne beginnen und das Netz neu machen, nur weil irgendjemand anderer es zerstört. Und genau dieser Gedankengang löste unglaublich viel in mir aus.

Ist es nicht so, dass viele Frauen das Netz der Liebe immer wieder weben?
Ist es nicht so, dass dieses Netz immer wieder zerstört wird?
Ist es nicht so, dass sie dieses Netz trotzdem immer wieder weben?
Ist es nicht so, dass sie die Verletzungen aus der Zerstörung vielleicht in sich tragen?
Ist es nicht so, dass diese Frauen trotzdem wieder die Kraft finden, eine Lücke zu schließen oder überhaupt ein neues Netz zu bauen?

Fragt sich die Spinne, warum wurde mein Netz zerstört? – Nein, zumindest jene Spinnen, mit denen ich gesprochen haben, tun das nicht. Sie gehen weiter und reparieren oder bauen ein Neues. Warum tun sie das? Sie müssen es tun, um zu überleben! Nur dieses Netz liefert ihr Nahrung.

Ist es nicht für uns Frauen auch so, dass wir dieses Netz der Liebe brauche, damit wir genährt werden?
Ist es nicht für uns Frauen auch so, dass wir uns als Menschen zwar fragen „Warum wurde es zerstört“, dass wir vielleicht traurig sind, und dass wir es auch mühsam finden, wieder von vorne zu beginnen, aber wir es trotzdem immer wieder aufbauen. Warum? Weil wir dieses Netz der Liebe brauchen. Es nährt uns!

Ist unser Netz immer wieder der Gefahr der Zerstörung ausgeliefert? Ja, natürlich. Auch wenn es sehr flexibel ist und auch sehr achtsam gewoben und der Ort dafür gut gewählt wurde. Denn wenn es einfach zu lange unverändert bleibt, dann verstaubt es. Dieses Netz braucht manchmal einfach eine Grunderneuerung.

Im Zuge des Hausputzes hab ich mich mal bei einer Spinne dafür entschuldigt, dass ich jetzt ihr Netz mit dem Staubsauger entfernen werde – also absichtlich zerstören werde. Und die Antwort hat mich damals sehr überrascht: „Ich danke dir dafür. Denn würdest du das nicht tun, dann wäre doch kein Platz hier für ein neues Netz. Dieser Ort hier ist wie geschaffen für mein Netz, doch in diesem ist soviel Staub, dass ich damit keine Fliege mehr fangen kann. Also vielen lieben Dank, dass du es mir ermöglichst genau hier an diesem perfekten Platz zu bleiben.“

Ist es nicht so, dass wir Frauen uns viel zu oft als Opfer sehen?
Ist es nicht so, dass wir unsere eigene Kraft und Stärke nicht sehen, weil jemand unser Netz zerstört hat?
Ist es nicht so, dass wir viel zu leicht in das Drama des zerstörten Netzes fallen, anstatt uns einfach darüber zu freuen, dass der alte Mist mal weg ist und wir ganz von Neuem anfangen können, unser Netz der Liebe aufzubauen?
Ist es nicht so, dass wir viel zu oft, dem anderen, der unser Netz zerstört, die Schuld geben und böse auf ihn sind?

Ist es nicht so, dass wir ganz oft vergessen, dass wir mit einer unerschöpflichen Kraft verbunden sind, mit einem kollektiven Feld der Weiblichkeit, das uns einfach die Kraft gibt, ein neues Netz zu weben?

Ein Impuls, den ich bei einer Energiefeldanalyse Anfang September hatte war: Ihr seid verbunden mit dem kollektiven Feld der Weiblichkeit. Jede Frau fühlt den Schmerz, der der Weiblichkeit zugefügt wurde. Dieses kollektive Feld der Weiblichkeit beinhaltet aber nicht nur verletzte Weiblichkeit, sondern auch geheilte und vor allem unverletzte Weiblichkeit. Es ist eure Entscheidung, welchem Aspekt ihr euch widmet. Triff deine Wahl!


Aus diesem Grund eröffne ich einen (virtuellen) Raum für Frauen, die bereit sind die Verantwortung für ihr eigenes Netz zu übernehmen. Es wird ganz bestimmt um die weibliche Intuition, Opferrollen, Rollenbilder, Beziehungen, Ängste gehen. Es wird darum gehen, was in den Frauen in diesem Raum noch verletzt ist und Heilung braucht. Es wird aber vor allem darum gehen, wie jede einzelnen den Zugang zum geheilten und unverletzten Aspekt ihrer Weiblichkeit herstellen und vor allem auch halten kann. Wie jede Frau ganz bewusst zu dieser Kraft Verbindung aufnehmen kann, damit sie ihr Netz der Liebe immer wieder von neuem weben kann. Wo der perfekte Platz für ihr Netz ist und ob da erst ein altes verstaubtes Netz entfernt werden muss. Wie sie (wieder) Zugang zu ihrer ganz persönlichen Schöpferkraft erlangt, damit sie ihr ganz persönliches Netz der Liebe weben kann.

Der Raum wird nach weiblichen Bedürfnissen ausgerichtet sein und ist nur für Frauen, der Inhalt wird sich nach den Geschichten der Frauen richten.
Du fühlst dich angezogen von diesem Raum, dann schick mir ein E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und werde Teil meines Netzes der Liebe.

Kommentare  

#1 Johanna Kaiser 2016-09-19 09:57
Sehr schön beschrieben- ich merke, es ist an der Zeit, in die kraftvollen Aspekte der Weiblichkeit zu tauchen.
Grüße von Johanna

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